Nur singen kann ich nicht

Abends durch die Straßen flanieren, den Hund von der Fuchsjagd abhalten und sich durch den November denken. Nebel und das orangene Licht der Laternen, man könnte einen melancholischen Song schreiben, der sich irgendwie nach Tocotronic anhört, aber singen kann ich nun mal nicht. Und keine Songs schreiben. Was ich kann, ist das hier. Selbstgespräche.

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Und ewig lebe das Samstagsritual, der reguläre Spielbetrieb. Ist das Erziehungsarbeit oder Spaß? Was bringt man den Kindern bei? Spiel ist Spaß. Und Ernst zugleich. Es gibt Regeln, die zu beachten sind und wenn man mitdenkt, wird man besser. Andere können vielleicht besser denken oder sind einfach schneller, so ist das im Leben. Lektion gelernt und jetzt Mittagsschlaf, wir sind früh aufgestanden.

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Das Spiel vom Freitag. Ich glaube, die Kinder hätten nicht schlecht geschaut, hätten sie nicht schon geschlafen. Ohne sie fehlte mir ein wenig Sachverstand, das Spiel zu verstehen. Manchmal sah ich den Versuch einer Kopie der Dominanz eines FC Barcelona, allerdings ohne die Nadelspitzen, die Tore schießen, und manchmal sah ich Verwirrung in den Gesichtern der Spieler, die von ihrem Trainer herausgefordert wurden. Aber was weiß ich denn schon. Meine persönlichen Männer of the match: Kroos (wird groß) und Müller (immer wieder Müller).

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Er bastelt seine Erkenntnisse nach und nach zusammen und entwirft eine fast schon mathematisch errechnete Formel für den Einzelnen und dessen Verhaltensmuster in bestimmten Situationen. Und er katalogisiert die Eigenschaften des Spielers. (Link)

Der Trainer als fanatischer Tüftler, als Bastler, als Handwerker, jemand, der bis in die Nacht darüber nachdenkt, an welchen Stellen welche Hebel anzusetzen sind, um sein Bild von einem perfekten Spiel umzusetzen, um einen talentierten Spieler zum Bestandteil einer talentierten Mannschaft zu machen, faszinierend.

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Melancholie, der stetige Begleiter vergehender Tage.