Hertha-Bubble

Noch ein Wort zu Babbel: Auf den lauert irgendwo ein Angebot aus einer Stadt mit weniger Hundescheiße, sonst würde der sich nicht so zieren. Ich kenn’ doch meine hygieneverwöhnten Landsleute. Gibt’s viel Hundescheiße in Gelsenkirchen? Und überhaupt, warum muss sich ein Trainer jetzt neuerdings schon in der Winterpause zur Vertragsverlängerung bekennen? (Brennerpass)

Das letzte Hertha-Spiel, das ich im Olympiastadion sah, fand irgendwann im April statt, gegen Paderborn, 2. Bundesliga. Ich weiß nicht wirklich, wie Hertha sich in dieser Saison anfühlt, wenn man ihr direkt in die Augen schaut, im April fühlte ich mich jedenfalls nicht besonders gut unterhalten.

Möglicherweise lag es am Gegner (den man mit 2:0 besiegte) oder an der Ha-Ho-He-Eventstimmung im (durch niedrige Kartenpreise subventionierten) ausverkauften Olympiastadion oder überhaupt an der 2. Liga, die ja nun gar nichts für einen Hauptstadtklub sein darf. Aber, ein Gefühl, dass hier dieser ganz besondere Hauptstadtklub auftrat, der Massen begeistern und auch etwas in der 1. Liga reißen wird, hatte ich jedenfalls nicht.

Was aber auch an meiner eigenen Ignoranz liegen kann.

Vielleicht geht es auch Herrn Babbel so. Vielleicht vermisst er etwas, dass es hier nicht gibt, das bisschen Mehr, als nur die übliche Berliner Schnauze, ein bisschen mehr, als nur die gute Berliner Luft, ein bisschen mehr, als nur das übliche Mittelmaß, das hier seit Jahren mehr oder weniger geboten wird (und für das es sicherlich auch gut nachvollziehbare Gründe gibt). Vielleicht vermisst er dieses Gladbach-Gefühl, das der Ex-Hertha-Trainer Favre dort inzwischen entfacht hat, aus der Relegation in die obere Etage der 1. Liga. Vielleicht.

Er weiß selbst am Besten, was ihn wozu auch immer treibt. Nur diese Tattoo-Geschichte, die finde ich irgendwie albern.

Ein Gedanke zu „Hertha-Bubble“

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