Alles auf Null

Das heimelige Gefühl der Weihnachtszeit setzt erwartungsgemäß und alljährlich zum 23. Dezember ein und endet pünktlich am Morgen des 2. Januar, gleich nach dem Frühstück, wenn die Lichter am Weihnachtsbaum gelöscht und ein paar leere Taschen gepackt sind und der nächste Supermarkt mit dem Familienmobil angesteuert wird, Alltagseinkäufe sind zu tätigen. Packen wir das Gefühl also wieder auf den Dachboden, zu den Ostersachen.

2012.

Ich nehme mir absichtlich nichts vor, Vorsätze halten bei mir von heute bis morgen, wenn überhaupt so lange. Ich würde gerne wieder mehr schreiben, wenn ich es schon nicht schaffe, viel zu lesen und beim Zähneputzen, irgendwann nachts, zwischen eins und zwei, fällt mir ein, dass es sowieso viel besser wäre, mehr selbst zu schreiben, als zu lesen, weniger zu konsumieren, mehr zu produzieren. Und dann fällt man ins Bett, schläft ein und am Morgen sind die Ideen in Träumen verschwunden, verpufft.

Na ja.

2011 gab mir endgültig eine Leidenschaft zurück: Fußball. Ach, wie ich so manchen Fußballblogger beneide, dieses über Jahre angehäufte Wissen, diese eingelebte Leidenschaft, dieses hartnäckige Dranbleiben am Thema, während meine Leidenschaften das ständige Abschweifen, das Allgemeine, das Unspezielle sind. Also habe ich mir doch etwas vorgenommen:Hartnäckiges Dranbleiben am Thema, das wäre doch mal eine gute Übung.

Das schaffe ich bestimmt zu EM.

PS: istchristianwulffnochimamt.de?