Gesammelter Scheiß, Folge 3

Und dann, wenn du Mitte Dreißig bist, hörst du dann doch die Worte deiner Eltern aus deinem Mund. Und wenn du nicht genau hin hörst und dir rechtzeitig einen Knoten in die Zunge machst, bevor diese Worte deinen Mund verlassen können, spricht aus dir diese altbekannte Skepsis gegenüber jeglichem neumodischen Kram, den deine Kinder so lieben, wie du ihn gestern noch geliebt hast, aber heute irgendwie komisch und suspekt findest und mit schiefem Blick anschaust, als würde er sich in ein Monster verwandeln und deine Kinder bei lebendigem Leib verspeisen. Und wenn du ganz cool bist, mit Sonnenbrille und Dreitagebart und so, setzt du dich ganz kurz mal ins Kinderzimmer, legst dir die CD von Culcha Candela ein und wippst mit dem Fuß mit, während der Nachwuchs beseelt in die Hölle der Moderne marschiert, so wie auch du in diesem sagenumwobenen Damals.

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digitale Maoisten

Ein furchtbares Stück Meinung, eine unglückliche Anhäufung von Grundangst, Unwissen und Informationsvermeidung. Oder aber, Herr Heveling versuchte, ein bisschen überspitzt, vielleicht sogar ironisch daher zu kommen. Kann ich aber nicht glauben. Überhaupt: Glaube. Er glaubt Vieles und weiß wenig. Behaupte ich. Und der shitstorm der digitalen Maoisten wird ihn noch bestätigen, alles Nerds da draußen, Piraten, die auf echte Arbeit, mit Urheberrechten und so, keinen Bock haben, aber die Realität ist natürlich anders. Besser. Bodenständiger. Realistischer.

„Und dann hacken sie mir auch noch die Webseite unterm Hintern weg. Hab ich es nicht gesagt?“

Wegen solcher Gastkommentare werden die Piraten gewählt. Sie geben sich aktueller, moderner, aber besser?

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Auf der Suche nach einem endgültigen Zuhause im Netz, das niemand außer mir selbst abschalten kann.

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Nicht mehr benötigte Bücher los zu werden, ist nicht einfach. Natürlich, man könnte sie der Papiertonne übergeben, aber. Können Sie das? Bücher wegschmeißen? NEIN. Versteigern oder verkaufen oder tauschen lohnt sich nicht, zu viel Arbeit (erst ganz viel copy & paste, dann auch noch verschicken), ohne nennenswerten Erfolg (Reichtum, pah). Letztendlich werden sie wohl auf dem Büchertisch landen, ganz sicher mit gutem Gefühl. Und nicht weggeschmissen.

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Zwei Jahre Motorola Milestone, eine Geschichte voller Missverständnisse. Erinnert mich an meinen ersten PC, dieses 286er-Ungetüm mit wahnsinnigen 640 KByte RAM. Und 20 MByte Festplatte. Und DR-DOS. Monochrom, bernsteinfarbend. Ich liebte BlockOut. Das Motorola Milestone also, ein Nostalgiefaustkeil. Sollte man noch einmal vertiefen.