Metasierchen

Schreiben, wie man immer schreiben wollte.

Wie man daran denkt, wenn man aus dem Fenster sieht, in die kalte, sternenklare Nacht. Aus dem Nebenhaus ziehen Rauchschwaden ins kalte Mondlicht, man ist kurz versucht, die Feuerwehr zu rufen oder laut „Feurio!“ zu rufen, aber man lässt es, Minus zwanzig Grad und warme, feuchtigkeitsgeschwängerte Luft ergeben eben dieses Kondensat. So auch beim Atmen.

Dort brennt nichts an.

Was für einen Scheiß man denkt, wenn man mal denkt und sie fahren lässt, die Gedanken, nicht die Winde. Überhaupt, Winde. Der viel zu leicht bekleidete Bauarbeiter, kürzlich in der Bahn, die überraschenderweise fuhr, obwohl draußen die Jahrhundertkälte in den Schienen knackte, an ihnen fraß, der leichtgekleidete, unrasierte Bauarbeiter, der Kaffee aus einem Plastikbecher schlürfte und einen fahren ließ, der erheblich roch, nein, erheblich stank und wie er dann schaute, ganz unschuldig, unbeteiligt und sich dem Sportteil eines Boulevardblättchens widmete, in dem wieder irgendetwas über die Bayern stand, das keinen interessierte, nicht einmal eingefleischte Bayernfans. FC Bayern, Sie wissen schon.

So sind also die Assoziationsketten. Ich schreibe das hier nur mal kurz auf, für den Herrn Büffelkack, den anonymen Spaminator, ein Schatten aus vergangener Zeit? Ein Insider aus fast acht Jahren Blogosphäre.

Aus dem Nebenhaus entweicht immer noch Kondensat, verpufft irgendwo zwischen Dach, Sternen und Mond, wie ein paar Ideen, für die man keine Zeit hat, die man auf später verschiebt und dann vergisst, weil man keine Zeit hat, sich ständig daran zu erinnern, aber das sind nur Ausreden. Wenn ich mal, dann mach ich das. Ein Fußball-Feuilleton, zum Beispiel. Ich schrieb einst eines, als ich mit dem Hund spazierte.

Drauß geworden ist nur Kondensat, verpufft in kalter Nacht. Leider.