1. Bundesliga, Saison 2011/ 2012

(Nachdem mein Interesse an Bundesliga-Fußball mit der Saison 2008/ 2009 seinen tiefsten Tiefpunkt erreicht hatte, ist es nun wieder ungefähr auf dem gleichen Level wie vor zwanzig Jahren. Die Jahre dazwischen waren zwar alles andere als grau, aber eben mit ohne Bundesliga. Jetzt aber.)

StatistikStatistikStatistik

Live vor Ort gewesen: 1 Mal

Supercupsieger: FC Schalke 04 (persönlicher Saisonbeginn)
Herbstmeister: FC Bayern München
Meister: Borussia Dortmund
Pokalsieger: Borussia Dortmund

(Kleine Anekdote zum Pokalfinale für das Archiv: Durch Zufall in Zehlendorf der schwarz-gelben Gang auf nem Platz begegnet, der Herr Klopp wie immer lachend und Zähne zeigend, seine Jungs locker, gelöst, scherzend und professionell über den Platz trabend, alles super, alles locker, alles geil, konnte man denken und sich fragen: Geht es bei den Bayern ähnlich zu? Mir fehlt der Vergleich, aber das was ich da kurz sah, versprach schon irgendwie einen Pokal, an diesem Samstagmorgen. Wobei die Bayern doch gar nicht so schlecht sind, wie ihre Abwehr im Pokalfinale gespielt hat.)

Torschützenkönig: Klaas-Jan Huntelaar – 29 (Schalke 04)
Vorlagenkönig: Franck Ribery – 12 (FC Bayern)
Spieler der Saison: Marco Reus
(wenn man den Statistiken vom kicker und whoscored trauen möchte. Beispielsweise.)

Überraschung der Saison: David Alaba

(Kind2 fragte schon, warum der nicht für Deutschland spiele, immerhin spielten doch mindestens fast alle Spieler des FC Bayern auch in der deutschen Nationalmannschaft und so. Man kann nicht alles haben.)

Aufsteiger: Greuther Fürth, Eintracht Frankfurt, Fortuna Düsseldorf (durch Relegation)
Absteiger: 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Köln, Hertha BSC (durch Relegation)

(Zwei Trainerentlassungen später steht man hier in Berlin, der Hauptstadt ohne Erstligaverein – als wäre das ein Qualitätsmerkmal – also wieder in der zweiten Liga. Wie vor zwei Jahren schon einmal. Und beide Relegationsspiele beweisen es: Zu Recht (Wobei ich bis zur gelb-roten Karte für Ben-Hatira noch anderer Meinung war). Und leider. Und wenn schon absteigen, dann mit einem Spiel an das sich alle erinnern werden, mit Fackeln im Sturm – aus dem Berliner Block – und stürmenden Fanatikern aus der Düsseldorfer Ecke, deren Schwarmintelligenz nicht ausreichte zu bemerken, dass ein Spiel, auch wenn es 97 Minuten dauert, erst zu Ende ist, wenn der Schiedsrichter wirklich abpfeift. Ohne Konsequenzen wird das alles nicht bleiben, denn wer Wind sät, wird Sturm ernten.)

Trainerentlassungen: Markus Babbel (Hertha BSC), Robin Dutt (Bayer Leverkusen), Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern), Michael Oenning (Hamburger SV) Stale Solbakken (1. FC Köln), Markus Sorg (SC Freiburg), Holger Stanislawski (Hoffenheim), Michael Skibbe (Hertha BSC)

Ständige, lesenswerte Saisonbegleiter (short list): Alternative Liste bei Spox (zum Beispiel), Trainer Baade, Ballverlust, Freitagsspiel, Heinz Kamke, Spielverlagerung

Zum Fan – im Sinne eines fanatischen, alle Gefühle bestimmenden und omnipräsenten Ultraunterstützens eines bestimmten Vereins – bin ich in dieser Saison immer noch nicht geworden. Heimlicher Geheimtipp dieser Saison: Hannover 96, aber nur wegen der EL und des roten Blogs.