EM-Splitter

England, Frankreich, England, Frankreich, England, Frankreich. Sensationell wird das, ein Feuerwerk, ein Kampf, ein ein. So die überschwängliche Ankündigung durch das Familienoberhaupt, vorgetragen mit Begeisterung und Freude. Am Ende schliefen alle ein. Schwere Beine, schwere Arme, dann sackt man weg, Augen zu, Tiefschlaf. Sicher war der Platz ganz schlecht (die „spanische Ausrede“) und es war furchtbar und unglaublich heiß (gefühlte 50 Grad, wenn man Herrn Wark Glauben schenken mag, wir freuen uns schon auf die WM in Katar, Quatar, Katarrh oder wie immer das da heißt). Schlechtestes Spiel der gesamten EM 2012.

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Ich konnte Kroatien noch nie leiden. Die Mannschaft, nicht das Land.

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Christiano Ronaldo mehrfach dabei erwischt, anderen beim Fußball spielen einfach mal zuzuschauen. „Hier, du, verteidige du den mal“, hat er vielleicht dem Herrn Coentrão zugeraunt, sich dezent in den Hintergrund verzogen und womöglich ein Kaltgetränk zu sich genommen. Aber der Herr Ronaldo ist vielleicht auch vom Verteidigen befreit, ganz generell, soll ja Tore schießen. Ähm, ja. Aber die Haare liegen gut.

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In der Tipprunde irgendwo ganz hinten, nun ja.

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Alle freuen sich für, mit, über Mario Gomez, die alte Maschine. Das ist auch ganz okay so, der Mario ist ja per se kein Rumpelfuß, manchmal aber vielleicht ein bisschen steif. Leider bin ich ein Anhänger von „schön spielen oder sterben“, ein Prinzip, dass Pep Guardiola in Barcelona eingeführt und das dem FC Barcelona in vier Jahren mehr als drei handvoll Titel eingebracht, ihm aber fast sämtliches Haupthaar gekostet hat. Nichtsdestotrotz, wie gerne sähe ich im Spiel gegen Dänemark högschde Eleganz, Kunst mit dem Fuß, Doppelpässe, Rotation der Postitionen, umkurvte Torhüter und freche Lupfer. Leicht verschwommenes Anschauungsmaterial. Ein stinknormaler Arbeitssieg täte es natürlich auch.

(Meckern auf ganz hohem Niveau.)

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