Links vom 27. Juni 2012

  • Hochfrequenzbörse: Die Maschinen beginnen zu handeln – Feuilleton – FAZ – zeiten, in denen sogar warren buffet ein auslaufmodell ist.

    Die besten Mathematiker können an der Wall Street zu Milliardären werden. Zwar gibt es immer noch Anleger wie Warren Buffett. Der legendäre Investor wurde mit der Interpretation fundamentaler Unternehmensdaten – etwa Umsatz und Gewinn – und dem Kauf günstig bewerteter Aktien reich. Aber Buffett ist in der neuen Welt ein Auslaufmodell. Computerhändler halten sich mit solchen Überlegungen nicht auf. Der Mathematiker Jim Simons, der in den achtziger Jahren den Hegdefonds „Renaissance Technologies“ gegründet hat, machte seine Milliarden ausschließlich mit der Programmierung von Handelscomputern. Seit Jahren gehört er zu den Spitzenverdienern der Branche.

  • » Final Reality – 99leben – free to play ist niemals nie kostenlos. oder gar umsonst.

    Man muss wohl akzeptieren, dass sich die Videospielbranche nach den vergangenen Boom-Jahren längst noch nicht satt gefressen hat und wie jede andere Branche zuvor kein Mittel der Gewinnmaximierung auslassen wird. F2P wird sich jedoch nur dann rechnen, wenn Spieler tatsächlich mehr Lire über Mikro-Transaktionen ausgeben, als sie es über das traditionelle Verkaufsgeschäft täten. Wie das möglich sein soll, wenn dies doch zumindest bisher mit dem Wegfall einer Hauptfaszination, dem Immersionseffekt von Videospielen, einhergeht, das müsste mir Peter Moore noch einmal im Detail erklären. Fraglich bleibt auch, wie viele Spieler wirklich dauerhaft mit dem Einzug ihrer eigenen Finanzrealität in ihre Bildschirmfantasiewelten umgehen wollen und ob es tatsächlich auf eine breite Akzeptanz stoßen wird, nicht mehr mit dem erspielten Ingamegold, sondern mit Paypal für seinen Streitkolben+3 zu zahlen.

  • Sex and Ultraviolence: Gamer und Kritik | Video Game Tourism

    Es ist ein deprimierender Befund, der sich aus diesen unfreiwilligen Offenbarungseiden der letzten Wochen ergibt: Ja, in der Gamer-Community gibt es zumindest in unsympathisch selbstbewusst auftretenden Teilen einen augenzwinkernden „Corpsgeist“, der sich an Gewaltdarstellung aufgeilt und Sexismus toleriert. Ja, es gibt eine leider nicht zu unterschätzende Gruppe von Spielern, die das oft gebrauchte Schlagwort von den „Spielen für Erwachsene“ als Synonym für zutiefst pubertäres Rumprollen auf niedrigstem Niveau missversteht. Und ja, die großen Publisher haben mit ihrer endlosen Abfolge von Headshot-Porn, großbusigen Booth-Babes und augenzwinkerndem Sexismus auf Herrenwitzniveau Mitverantwortung für diese traurige Tatsache. Das Gute ist, dass der überwiegende Großteil der Gamer diesem Morast nicht angehört, in dem Splatter, Misogynie und Homophobie als tolerierte kulturelle Werte missverstanden und verteidigt werden.