Nochmals Nachwehen – #gerswe

Oh, wie ich den bittersüßen Geschmack eines guten Espresso mit viel zu viel Zucker liebe. Bittersüß, wie Unentschieden, die eigentlich Niederlagen sind. Deswegen verfolgt mich dieses Spiel wahrscheinlich auch so. Das und natürlich meine quasi Berufung zum Couch-Bundestrainer, mit ganz viel Spielerfahrung. In PES. Eine Berufung allerdings, die ich mit Millionen anderen gemeinsam habe.

Die B. war wohl im Olympiastadion, behauptet sie zumindest. Ich nehme ihr das mal ab. Nebenbei bemerkt, sie mag Pirlo, was ich ihr überhaupt nicht verübeln kann, und steckt mit den Italienern per Geburt unter einer Decke, weswegen ich Häme erwartete, aber, sie sprach über das Spiel mit einiger Erschütterung. Genauso ging es dem M., der D., was der T. darüber denkt, kann ich mir denken, die Falten, die seine Stirn wirft, wenn er gezwungen wird, sich zu diesem merkwürdigen Spiel zu äußern. Allgemeine Verwirrung und eher Ratlosigkeit zu Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

Was, frage ich mich dann später selbst und eher zufällig, ist eigentlich passiert, zwischen den beiden berauschenden Spielen der WM 2010 und diesem 2012, dem Jahr der Niederlagen, auch wenn sie sich im Schafspelz eines Unentschieden verstecken? Machen tatsächlich Khedira, Friedrich und mit Abstrichen auch Podolski den Unterschied zum 4:1 gegen England und dem 4:0 gegen Argentinien den Unterschied zum Spiel gegen Schweden aus? Die Startaufstellungen sind in acht Positionen in etwa gleich, also, wo ist der Unterschied? Welcher Hund liegt wo begraben?

Darüber sollten wir vielleicht einmal reden, Herr Löw.