Geschichtsstunde mit #Kind1

Wie das geht mit den Kindern, so insgesamt? Keine Ahnung.

#Kind1, sonst so sprechfaul wie ich, verwickelte mich kürzlich ganz unversehens und im Auto neben mir sitzend in ein Gespräch, in dem er mich darüber aufklärte, dass das berühmte Scherbengericht im alten Athen vor allem dazu diente, Mitbürger mit zu viel Macht (und wahrscheinlich auch die Unausstehlichsten der Unausstehlichen) aus der Stadt zu schmeißen. Er führte blumig aus, dass diese Scherbengerichte in der Zeit nach Kleisthenes, der die staatliche Ordnung in Athen reformiert sowie mit den Phylen und der Volksversammlung einen Hauch von Demokratie erfunden hatte, abgehalten wurden und das tausende Bürger die Namen der zu Verbannenden auf Scherben notierten, die damit ein Vorläufer der heutigen Stimmzettel gewesen sein durften.

Aus dem Stegreif gesprochen und deshalb natürlich toll, wenn man bedenkt, dass er eigentlich ganz vergessen hatte, sich überhaupt für die große und für seine weitere Karriere als Bildungsbürger unheimlich wichtige Klassenarbeit in Geschichte vorzubereiten, also Hefter und Bücher durchzuackern, alle Wikipedia-Artikel auswendig zu lernen und Bibliotheken leer zu lesen, wie es erwartet wird, von den grandmasters of pisa.

Toll.

Ach ja. Und wie das mit Kindern so geht? Keine Ahnung. Wirklich nicht.