War was in 2012?

Jahresrückschau-au-au-au.

Leben

Ein normales Jahr. Kein überschwängliches Jahr, keine Hochzeiten, drei Geburten (natürlich nicht mehr bei uns), zwei davon unter dem Durchschnitt, eine darüber, dem Trend entsprechend. Ja, es ist nicht einfach mit Kindern, aber nein, es ist nicht unmöglich. Würde man aus „irgendwas ist immer“ mehr „irgendwas geht immer“ machen, wäre vieles einfacher. Aber was weiß ich denn schon. Hab ja kaum Zeit zum Denken, mit den drei anspruchsvollen Sprösslingen. Man stößt an seine Grenzen und am nächsten Tag sind sie weg, wenn man will, die Erkenntnis des Jahres. Ein paar Trennungen, Wiederentdeckungen, zu wenig Zeit für alles, ein heißer Urlaub, mehrmals Ostsee, was will man mehr? Ein normales Jahr, wie fast alle geraden Jahre.

Fußball

Ich wollte mal Fan werden. Das ist auf Eis gelegt, letztlich bin ich nur Fan der Jungs und des Spiels. Früher spielte ich Handball und Basketball, nie Fußball, und doch ist der in der Wahrnehmung übrig geblieben. Wegen? Weiß ich auch nicht. Weil es so viele Anhänger gibt und die viel darüber reden? Weil Fußball allgegenwärtig ist? Weil es so großartig taktische und athletische Elemente miteinander verbindet? Ich. Weiß. Es. Nicht. Und trotzdem stehe ich am Spielfeldrand, weiß (zumindest im Jugendfußball), was als nächstes passieren wird, welcher Pass ins Leere laufen oder in den Lauf eines Stürmers gespielt wird, welche Flanke vielversprechend, welche Mannschaft besser ist und warum sie trotzdem verlieren wird.

Dafür brauche ich keinen Verein, dem ich anhänge, ich brauche nur das Spiel. Natürlich gibt es Sympathien: Barcelona, wegen der Schönheit, die Bayern, wegen des Erfolgs und der Tragik des wiederum verlorenen Finales, nicht wegen der unsympathischen Funktionäre,  die Hertha, wegen der Stadt, wegen der Nähe, wegen zweier Relegationsspiele, von denen das letztere einen Verein namens Fortuna Düsseldorf für immer und ewig von meiner Sympathieliste strich, gefühlsmäßig auch Hannover 96, die mich dazu verleiteten, ab und zu donnerstags bei Kabel1 reinzuschauen und zu sehen, was Fußball doch für gute Arbeit sein kann. Echte Fans eines einzigen Vereins werden das natürlich nicht verstehen können, ist mir aber Wurscht.

Ich liebe das Spiel viel zu sehr, um mich so weit einschränken zu wollen.

Spieler des Jahres: David Alaba und Marco Reus.

Blog

Keine Zeit für nichts.

Viel gedacht, wenig geschrieben, Twitter ist mein wahres Blog, bis Twitter irgendwann unmöglich wird und die Karawane weiter zieht. Und sie ist schon immer weiter gezogen. Teh blog is my castle und wenn es nur Linkverteiler, Zitaterundschau via Quote.fm, mein Lieblingsdienst des Jahres, Papierkorb für alles ist. Immerhin ist es meins.

Lieblingsblogs: Trainer Baade, Burnster, DasNufHeinz Kamke, Superlevel, Wirres und was ist eigentlich mit dem Freitagsspiel?

Bloggerfreunde habe ich nicht. Mehr. Kommentare sind wohl überflüssig geworden. Wie Tageszeitungen. Oder Fernsehsendungen nach Sendeplan. In etwa so:

Weit entfernt von Premium.

Für 2013 wünsche ich mir einen robotischen Sklaven, der meine Sammelleidenschaft unterstützt und sämtliche Pinboard und Quote.fm-Links automatisch einsammelt, hübsch aufbereitet und ganz von allein postet, so dass ich die ganzen anderen Dinge erledigen kann, die ich schon immer erledigen wollte. Oder so.

Und: Mein Jahr mit Twitter.

Und sonst?

Traurig: Gerade mal ein Buch und ein halbes gelesen. Gesungen wurde „Das Lied von Eis und Feuer„, der Epos, in dem Männer sich noch nehmen, was Männer sich nehmen müssen und Frauen ihnen geben, was sie verdienen, gerne mal auch den Tod. Der Epos, in dem Sturheit bestraft wird und manchmal auch nicht, in dem man mit Diplomatie weit kommt und manchmal auch nicht, in dem gemordet, gehurt, gefressen wird und Zombies gibt es auch.

Die Entdeckung des Hörbuchs. Ein Buch und ein halbes gelesen, dafür aber acht gehört. Und nächstes Jahr dann: Podcasts.

Spiel des Jahres: Torchlight 2 (sagt Steam).

CD des Jahres: CD-Player ist kaputt.

Kinofilm des Jahres: Men in Black 3 gesehen, Prometheus verpasst, vielleicht Der Hobbit?

Für 2013 gilt dann wohl am Ende der gleiche Vorsatz, wie für 2012.

Frohes Fest, guten Rutsch, nächstes Jahr wieder.

 

 

 

Ein Gedanke zu „War was in 2012?“

  1. Mit Fortuna Düsseldorf haste wohl Recht. Die sind auch für mich nach dem Spiel RAUS. Wie Du schon geschrieben hast sind Alaba und Reus Spieler des Jahres. Wir (München) haben Alaba sogar zum Bürger des Jahres 2012 gewählt. Wo Du schon einen Jahresrückblick schreibst 😉

    Grüße
    Seteffi

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