Auswärtsspiel | 18. Januar 2013

  • Gewalt im Zeitalter ihrer virtuellen Reproduzierbarkeit | Superlevel

    Dass jugendliche Amokläufer auch Spieler waren, ist wenig bedeutsam – schließlich sind Spiele ein Massenmedium. Dass aber auch diese Möglichkeiten des Spiels, ihre realen Defizite zu verarbeiten, nicht ausreichend waren und sie die ausbleibende Bestätigung ihrer kranken Seelen im schrecklichen, von den Massenmedien gelieferten „Ruhm“ suchen müssen, macht die Diskussion um die mediale „Auslösung“ jener Taten noch absurder. Spiele, auch und besonders jene abstoßend gewalttätigen, sind das Symptom einer weitergehenden Krankheit, nicht deren Ursache.

    !!!

    drei. ausrufe. zeichen.

    allerdings wird massenmedial so überhaupt nicht argumentiert. massenmedial unterscheidet man zwischen gutem passiven konsum (in der tagesschau etc. dokumentierte gewalt dient der belehrung, der abschreckung, als warnender fingerzeig. und das medial perfekt inszenierte futtern von schafshirnen im dschungelcamp ist dann eben nicht erniedrigend, sondern einfach nur ekelhaft unterhaltsam.) von schlechtem aktiven konsum (denn wer in sogenannten „ballerspielen“ ständig leuten den kopf wegbläst und dabei „headshot! headshot!“ ins mikro brüllt, kann natürlich nicht ganz richtig im kopf sein und wird auf jeden fall demnächst menschen umbringen.) differenzierung ist leider kein massenphänomen.

  • Rundfunkbeitrag bald fast so schlimm wie Hitler « Stefan Niggemeier –

    Fest steht: Sobald man sich auf den Boden der Tatsachen zu begeben versucht, muss man feststellen, dass Frau Lengsfeld nichts unter den Füßen hat.

    wenn politikerinnen von staatsrundfunk, ddr-methoden, zwangssteuern etc. reden und damit die allgemeine politikerverdrossenheit weiter festigen, wird mir immer ganz schaurig.

Guardiola 1 (vor der großen Verkündung):

Das Interesse zahlreicher Vereine an Pep Guardiola scheint fast so vielfältig zu sein, wie einst Peter Neururers Interesse an zahlreichen Vereinen.

guardiola bei den bayern, wie sich nun herausgestellt hat. gut so.

Guardiola 2 (nach der großen Verkündung): 

  • The Flexstrom Cup and a bitter little man – No Dice Magazine

    The PA system is suffering from musical diarrhoea, parping out random bursts of noise at uncomfortable moments. A pipe organ version of “If you’re happy and you know it” from the very bowls of Blackpool beach in the 1920s floats out over the crowd, who don’t seem half as restless as I do.

    und jedes jahr diesen „flexstromcup“ verpassen, weil man selbst in irgendeiner halle herumlungert und kindern von der g bis zur d-jugend beim durch die viel zu große halle rennen zuschaut, bis der kopf schmerzt. fußball ist doch was für draußen.