Lesestoff vom 28. Februar 2013

  • DotA 2 | Superlevel

    Zwischen zehn Menschen entwickelt sich immer eine interessante Dynamik, seien es unterhaltsame Wortgefechte, Wut auf denjenigen, der dich zum siebten mal auf den Friedhof befördert hat, oder Dankbarkeit, wenn dir deine Mitstreiter in letzter Sekunde zur Hilfe eilen. DotA 2 erzeugt viele tolle Momente und gutes Teamplay wird gnadenlos belohnt. Wer auf Beleidigungen nicht mit Ironie reagieren kann, der sollte sich allerdings ein paar Freunde oder Twitterbekannte mitbringen, um das Niveau im Chat auch dann noch erträglich zu gestalten, wenn man wieder einmal ganz fürchterlich versagt. Wenn du allein losziehst gilt:
    Von den neun anderen Spielern und Spielerinnen ist immer einer schlechter als du. Einer, dem du die Schuld an dem ganzen Schlamassel zuschieben kannst.

  • Die Polemiken des Wandels | anmut und demut

    Wir müssen über die Werte reden, für die wir das Netz und seine Erweiterungen nutzen wollen. Alles andere ist irrelevant.

  • Trainer Baade » „Guten Abend aus Mexiko City“ — das herrlich unerträgliche Schweigen der vibrierenden Drähte

    Man mag mich alt(backen) schimpfen, aber mir ist jede Form von Marktschreierei am Kommentatorenmikrofon ein absoluter Gräuel. Mit dem verbreiteten Überbetonen jeder zweiten Paarung und jeder dritten Spielsituation, schlimmer Superlativitis und dem ständigen Heben der Stimme kann man mich wortwörtlich jagen, und zwar aus der Kneipe oder vom Sofa runter, weg von der Partie.

    wer trainer baade in seiner absolut unmarktschreierhaften gelassenheit nicht liest, ist selbst schuld.

  • Das Prinzip der Willkür – taz.de

    Es ist nicht auszuhalten! Da sorgt mit „Operation Zucker“ ausnahmsweise mal ein Spielfilm für Aufsehen – und wie ergeht es dem Zuschauer, wenn er endlich dazu kommt, den Film nachzuschauen? Er findet ihn nicht mehr. Die ARD hat ihn „depubliziert“, wie sie diesen grotesken Vorgang in den Bürokratieanstalten nennen. Im dritten Jahr nun versehen ARD und ZDF ihre Sendungen mit Verfallsdaten – mit wenigen Ausnahmen wie der 20-Uhr-„Tagesschau“ und einer Handvoll politischer Magazine.

    eines der dinge, die ich gar nicht verstehen möchte, sondern einfach nur für benutzerfeindlich halte: depublizieren.