Kommentierter Lesestoff vom 17. Mai 2013

# Pick your poison: messaging will be fragmented, expensive, or locked-in | The Verge

Right now, every time you tap out a message on your phone you’re supporting one of three possible futures: fragmentation, high SMS prices, or dominance from a single corporation. Happy texting.

The Verge über Googles neuestes Problemkind „Hangouts„. Statt einer wachsenden Menge WhatsApp- oder iMessage-ähnlicher Dienste hätte ich mir eine eierlegende Wollmilchsau gewünscht, die plattformübergreifendes Nachrichtenversenden für alle möglich und somit die völlig überteuerte SMS überflüssig gemacht hätte. Träume, Schäume.

# My Medical Choice – NYTimes.com

We often speak of “Mommy’s mommy,” and I find myself trying to explain the illness that took her away from us. They have asked if the same could happen to me. I have always told them not to worry, but the truth is I carry a “faulty” gene, BRCA1, which sharply increases my risk of developing breast cancer and ovarian cancer.

Gut, dass mir Frau Jolie das selbst erklärt hat, sonst hätte ich womöglich einen dummen Spruch auf Twitter verfasst.

# ISS Music Video – Is this the most expensive music video ever? – xkcd

While that’s far from the most anyone’s paid for a guitar, it’s certainly a lot of money. And if playing music helps the astronauts relax and keep from going crazy while they’re crammed together in a tin can for months at a time, it’s probably a worthwhile investment.

# Thread: Blogging 2.0 – scripting.com

Copy/paste is an awful synch protocol. It’s 2013. We can do better! In fact we live in a time of great progress in sychronization, thanks to Dropbox. Publishing should make the leap into the future as well.

# Sportwissenschaftler Buschmann im Gespräch: „Da ist viel Pseudo“ – Fußball – FAZ sowie Footbonaut: Eine Wundermaschine für alle – Fußball – FAZ

Ich kenne tatsächlich Leute, die Fußballspiele immer noch mit „Hau den um!“ oder „Wir brauchen Führungsspieler und keine schwulen Weicheier!“ kommentieren, wobei das noch harmlos ist, richtig schlimm wird es, wenn sie kübelweise Homophobie über einen deutschen Nationaltrainer und Teile seiner Spieler kippen. Ich gehe dann immer weg. Und natürlich passen die beiden interessanten Artikeln zum Problem der Unverbesserlichen, machen sie doch deutlich, woher diese Menschen kommen und vor allem, dass sie den „modernen“, profitorientierten Profifußball überhaupt nicht mehr verstehen. Ich möchte das auch nicht von mir behaupten, will aber lieber etwas verstehen, als es als „modernen Quatsch“ zu verabscheuen, ohne überhaupt zu wissen, warum. Empfehlenswert in diesem Zusammenhang, als Einstieg sozusagen, das Buch „Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann: Wie moderner Fussball funktioniert: Wie moderner Fußball funktioniert“ von Christoph Biermann.

# Internet-Law » Der schwere Stand der Bürgerrechte

Und an dieser Stelle fängt man als Jurist irgendwann auch an zu bedauern, dass es in Deutschland keine Fruit Of The Poisonous Tree Doctrine gibt. Denn der Verstoß gegen das Gesetz hat für Ermittlungsbehörden im Regelfall keinerlei Konsequenzen und die so gewonnenen Erkenntnisse können zumeist auch uneingeschränkt verwertet werden, sofern nicht ein spezifisches Beweisverwertungsverbot eingreift. Weil man das natürlich weiß, schert man sich oftmals um rechtsstaatliche Vorgaben nicht mehr, zumal man sich ja auf der guten Seite wähnt. Der Rechtsstaat wird dadurch auf Dauer von den Ermittlern stärker ausgehöhlt, als von denen, gegen die ermittelt wird.

# Molotow-Cocktails im Digitalsandkasten – Wie politisch sind Spiele? | Superlevel

Die momentane Debatte über Computerspiele kreist oft um die Gewaltfrage, andere Aspekte spielen kaum eine Rolle. Was ein First-Person-Shooter für eine Aussage hat, ob er den Überwachungsstaat (Half Life 2) oder den laissez-faire-Liberalismus (Bioshock 1) kritisiert, spielt in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle. Es wird über die äußere Form, nicht über den Inhalt diskutiert.

Wie angenehm eine Welt doch wäre, in der man Kindern anhand von Computerspielen ihre Mechanismen erklären könnte. Lerneffekt und Unterhaltung in einem? Eierlegende Wollmilchsau.