War was? – XXVII

Selbsterkenntnis: Im Grunde bin ich ein unsportlicher Mensch und doch bewege ich mich gerne. Es fehlt nur an der Motivation. Gut klappt das zum Beispiel an der Ostsee, an der die ganze Familie auch mal von Swinemünde nach Bansin radelt und sich nach der Rückkehr fragt, was man mit dem angebrochenen Tag noch tun könne, die Fahrräder wegbringt und die Strecke noch einmal läuft. Schlecht läuft das, wenn ich aus der S-Bahn ins traute Heim falle, mich auf ein Sitzmöbel fläze und dort bis zum abendlichen Rundgang in Schockstarre verharre. Gut läuft es mit der Bewegung, wenn irgendjemand meint, man können sich doch mal gemeinsam irgendwohin bewegen, dort ein Stück Kuchen essen, palavern, um sich dann wieder in Bewegung zu setzen, denn irgendwo wartet doch immer ein kühles Bier. Schlecht läuft es zum Beispiel, wenn ich nur mal schnell etwas auf der Spielkonsole schauen will und nach zwei, drei Stunden vergessen habe, dass es ein Leben außerhalb Skyrims gibt. Ich brauche also Ereignisse, Reize, andere Menschen, die mich dazu bringen, meinen recht unbewegten Körper in Bewegung zu setzen, weswegen es auch sinnvoller wäre, dem anonymen Geschuffte in der Muckibude einen Korb zu geben und sich Menschen zu suchen, die an einem Dienstagabend an der Tür klingeln und sagen: Ey, fauler Sack, kommste ednlich mal nen bissken Spocht machen?

#

Wie die Installation eines Dienstes auf einem eigenen Server funktionieren muss, damit niemand mehr fremde Dienstleistungen in Anspruch nehmen muss, die er mit seinen Daten bezahlt, die an Werbeunternehmen und Geheimdienste weitergeleitet werden:

  • Gewünschten Dienst auswählen und installieren lassen,
  • ein paar einfachen Fragen, die zur Konfiguration notwendig sind (Benutzername, Passwort etc.) beantworten,
  • „Installation abschließen“ klicken und der Dienst ist unter einer für den Nutzer leicht zu kennenden Adresse erreichbar.

In der Realität sieht so etwas zum Beispiel so aus.

Naive Wünsche eines Laien, ich weiß, allerdings nutzen Menschen Dienste wie Facebook, Twitter, Gmail oder Dropbox – zu der ich eine selbstgehostete Alternative suche – weil es eben so einfach ist: Man meldet sich an, installiert Clients und es läuft. Magisch. Wenn man sich davon frei machen möchte, muss man zum Experten werden, wozu vielen die Zeit fehlt und manche nicht einmal in der Lage sind, weil das Thema doch sehr komplex werden kann. Die meisten wollen das auch gar nicht.

Ich würde übrigens für so etwas auch Geld bezahlen.

#

Wie oft denkt man: Das ist alles so schwierig! Und geht ins Bett.