Jahresendzeit

Wecker klingelt. Snooze. Wecker klingelt. Snooze. Der Wecker klingelt, Beine aus dem Bett gehievt, Rest ist taub und schwach und überhaupt.

Treppe hoch, Kreislauf nicht. Licht an, Augen auf, in den Spiegel schauen: Schlecht. Augenringe, Tränensäcke bis zum Knie, Augen rot, wie beim Kaninchen. Draußen Nacht, am Fenster Frost. Haare schön, Bart ab, guter Duft, der Tag wird kommen, sagt der Osten.

Koffein in der Nase, Espresso schwarz, mit leichter Crema, Kreislauf sagt “Hallo.” Stullen schmieren, Stullen schmieren, Stullen schmieren, Obst schneiden, Obst schneiden, Obst schneiden. Flaschen füllen. Süßigkeiten. Im Haus fast Stille, ein leises Schnarchen.

Der Hund will raus, warum denn nur? Die Steine leicht gefroren, knirschen, kalte Luft in kränkelnder Nase, irgendwo am Himmel ein Stern. Trotz der Lichtverschmutzung, yeah. Nachbarn treffen, in den Schal murmeln, Kackbeutel rausholen, warm, iehh.

Tür auf, Tür zu, Tür auf, Straßenbahn hinterher winken, im Wartehäuschen warten, Gespräch vermeiden, Podcast hören, Bahn kommt, die erste Stunde des Tages geschafft.

Wann ist endlich Weihnachten?