#Links | 09. Januar 2015

  • Schlund | Peter Richter

    Und all diese grimmig blickenden Räuchermännchen, die ihre Fahnen schwingen als wären es Schlagstöcke. Wer kam eigentlich auf die rührende Idee, hier von Ängsten zu reden, die man auch noch ernst zu nehmen habe? Angst ist nun wirklich das einzige, was hier niemand ausstrahlt, sondern höchstens einflößt.

  • Kommentar „Je suis Charlie Hebdo“: Jede Menge falsche Freunde – taz.de

    Darum, Spackos, hört zu: Wagt es nicht, die Toten von Paris zu instrumentalisieren. Denn für euch hätten die Satiriker von Charlie Hebdo zur „Lügenpresse“ gehört. Ihr könntet ahnen, was die für euresgleichen übriggehabt hätten. Was sie für euresgleichen in Frankreich übrighatten. Was die Titanic, der Postillon oder die „heute-show“ für euch übrighaben: nüscht. Absolut nüscht. Außer Kritik, Spott und Verachtung.

    Hört bloß keiner von denen.

  • kiezneurotiker: Charlie Hebdo. Was machen wir denn jetzt?

    Doch Pegida geht inzwischen. Und die Schweigenden wählen still AfD. Da sitzt der Henkel. Und der Lucke. Alte FDP-Rechtsausleger. Manche von uns haben die Leute schon in der Familie. Auch meinen Freundeskreis hat es in Teilen schon erreicht. Manche meiner Fußball-Sommermärchen-WM-Freunde sorgen sich jetzt. Das sind nette Leute, mittlere Angestellte, großzügig, feierfreudig, immer hilfsbereit. Gute Freunde. Nun fürchten sie die Islamisierung und jeder kennt eine Geschichte von einem deutschen Schulhausmeister, der die Turnhalle nicht mehr betreten darf, wenn muslimische Mädchen dort Sport machen, sie führen Ehrenmorde ins Feld, Zwangsheirat, Koranverteiler, Burkazwang, Scharia in der deutschen Rechtsprechung, Halbwissen wird zur Gewissheit in diesen Zeiten und Minderheiten einer in Geiselhaft genommenen Religion werfen einen enorm langen Schatten.

    Das ist das wirklich unangenehme an PEGIDA: Immer häufiger bekommt man von Leuten aus seinem eigenen Dunstkreis, der zwar nicht durchgängig, aber doch im Wesentlichen gerne aufgeklärt und intelligent wirkte, Geschichten aus dem PEGIDA-Umfeld aufgetischt und man bekommt doch ein wenig Schiss, was passiert, wenn diese Stimmen noch lauter werden.

  • Cord Cutter

    Vor vier Wochen habe ich das Antennenkabel meines TV Receiver getrennt, die Verbindung zwischen Receiver und Fernseher gekappt und konsumiere Medieninhalte anders als meine Eltern oder meine Freunde, nämlich dann wann, wie und was ich will. Ich wurde zum Cord Cutter.

    Fremdgesteuertes Fernsehen hält man auch kaum noch aus.

  • Internet-Law » Über Sinn und Unsinn der Migrationsdebatte

    Hans-Werner Sinn fordert eine ideologiefreie und nicht vom Streben nach politischer Korrektheit getriebene Debatte über die Migrationspolitik. Wie glaubwürdig kann eine solche Forderung sein, wenn sie auf einer tendenziösen und in hohem Maße ideologisch geprägten Argumentation fußt?

    Welchen Sinn (sic!) hat die rein ökonomische Betrachtung eines gesellschaftspolitischen Problems noch einmal?