War was? – XXXI

Was macht man so abends, auf einer Urlaubsinsel, wenn niemand Urlaub hat und man tagsüber stundenlang am Strand nach marinen Artefakten suchen kann, ohne auch nur eine einzige müde Menschenseele anzutreffen? Richtig: Abends besucht man die örtliche dörfliche Diskothek, stürmt mit einem Tross angehender Vierziger eine Tanzbar und tut einen, vielleicht auch zwei, Abende so, als wäre man noch zwanzig. Und morgens Aspirin.

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Dieser Reflex, jeden armen Menschen sofort korrigieren zu müssen der „wegen dem“ oder „einzigste“ sagt. So ein bisschen Sprachnazi sein.

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Die Welt wird stündlich komplizierter. Oder man selbst einfach nur älter. Sicher beides. Ich hätte alles gerne einfach. Einen eigenen Kalender- und Kontakteserver aufsetzen, zu dem ich eine verschlüsselte Verbindung aufbauen und meine Termine und Kontakte unabhängig vom Google und Apple und so speichern kann? Prinzipiell ja, aber. Jederzeit und immer Zugriff auf alles? Ähm, nein. Kein Empfang. Systeme sind nicht kompatibel zueinander. Betriebssystem ist scheiße. Irgendwas ist immer. Ja, klar, das Leben ist kompliziert. Aber warum programmiert ihr sie immer komplizierter?

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Ich bin natürlich naiver Idealist.

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Warum kommt niemand und sagt: „Schmeißt doch mal die Kinder aus dem Haus und langweilt euch mal wieder richtig.“? Mmhh? Warum nicht?