War was? – XXXIII

Knapp fünf Stunden Notaufnahme, weil man ängstlich ist und an seinem Leben hängt. Alles gut, sagen sie. Leben Sie bitte ein wenig langsamer und trinken Sie mehr Wasser.

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Wenn die Dinge sich verschieben, es dich so sehr zerreisst, dass du nicht mehr weißt wer du eigentlich bist, was du willst, wen du liebst und wen nicht und du einfach nur noch verschwinden willst. Und dann: Wenn das dumpfe Gefühl im Magen und das Brennen in der Brust dich langsam verlässt, du morgens aus dem Haus gehst und dich über den Sonnenaufgang freust, den blühenden Flieder in Nachbars Garten, du den Frühling, der dir aufdringlich in die Nase steigt, genießt, und die Wärme. Und du weißt: Alles wird gut.

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Tanz durch den Mai und dann beim Abbau einer Hüpfburg über eine Büchse vom Büchsenwurfstand stolpern. Slapstick.

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Wir müssen um zehn Uhr los, weil wir um elf Uhr in der Innenstadt sein und vorher einen Parkplatz finden müssen. Um halb zehn fällt dem Hausherren auf, dass er doch lieber keine Krawatte tragen möchte, sondern viel lieber eine Fliege, die allerdings nicht im Kleiderfundus zu finden ist. Zehn vor zehn Uhr verlässt die Familie also den Hof, um dem plötzlich spontanen Hausherrn im lokalen Einkaufszentrum zu besorgen, das der Herr in Riesenschritten durchschreitet, dabei ein paar Mitmenschen fast über Geländer in tiefer liegende Etagen verfrachtet, sich Flüche anhören darf, sich dann aber schnell im Herrenausstatter eine Fliege fängt, diese unter professioneller Anleitung anlegt („Das können Sie nicht?“), um dann wieder, mit Schweißperlen auf der Stirn, das Center schnellstmöglich zu verlassen, der wartenden Familie grinsend entgegen zu treten, über Berlins Straßen zu rauschen und einen Parkplatz in der Innenstadt zu finden. Nebenan wären auch noch zwei frei gewesen. Geht doch.

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Und morgen dann: 38.