02.06.2015

#Kind1 kommt nach Hause und bringt Besuch mit. Sie wollen (oder besser: müssen) einen Vortrag über die Französische Revolution vervollständigen, der bis Donnerstag fertig sein soll. Ich sehe gerade eine Folge „Game of Thrones“ (3. Staffel, Folge 5).

„Hey, heute ist doch erst Dienstag und ihr wollt den Vortrag wirklich schon heute fertig machen?“

Allgemeines Schmunzeln.

Die beiden setzen sich an den Esstisch, packen ihre Schulsachen aus und fangen an. Sie schreiben mit Stiften auf Papier. Ich finde das natürlich gut, aber auch ein wenig verwunderlich, da Vorträge in den letzten Wochen immer am Tablet entstanden, verbunden mit der Aufforderung am nächsten Morgen:

„Papa, kannst du bitte ausdrucken, was ich im Google Drive gespeichert habe?“

Per Whatsapp.

Sie schreiben, ich schaue. Ab und zu blinzeln sie zu mir rüber, weil sie natürlich wissen wollen, wer dieser Zwerg mit der hässlichen Narbe im Gesicht ist und der Typ, der sich gerade mit einem anderen Typen im Bett wälzte (was sie nicht weiter verwunderte), sie finden Ygritte irgendwie niedlich, aber auch frech und als Robb Stark dem alten Rickard Karstark die Rübe von der Schulter hieb, stellen sie fest: Hey, das passt ja super zum Vortrag. Ludwig XVI. wurde doch auch geköpft!