Apple Music was not my first love

But the good old Napster was. #scnr

Man kann mit Apple Musik hören. So wie man es mit allen anderen Streamingdiensten auch kann. Es steht mindestens genauso viel Musik zur Verfügung, so viel, dass man den Fundus nie auch nur ansatzweise ausschöpfen kann und wird, weil man sich ohnehin nur in der Blase seines eigenen Geschmacks bewegt und die Dienste auch bisher (ich kann allerdings auch nur für und gegen Spotify sprechen), wenig dafür getan haben, dass man diese Blase auch mal verlässt.

Apple Music scheint mich allerdings ein bisschen besser zu verstehen. Oder zu kennen. Immerhin schmeiße ich ja auch schon seit Jahren mein Geld und meine Daten in deren Rachen, warum also auch nicht.  Statt mir – wie Spotify – entweder gar keine oder irgendwie schräge Hörvorschläge á la „Sie hörten Haftbefehl, wollen Sie sich nicht einmal Helene Fischer anhören?“ – wie Spotify – zu unterbreiten, drängt mich Apple Music schon ganz deutlich an meinen eigenen Tellerrand, ohne dabei das Genre, das ich beim Start des Dienstes als Liebling angeben sollte, zu verlassen.

„Sie mögen also elektronische Musik? Warum hören Sie sich nicht einmal ein paar hübsche Liedchen von Bands an, die sich von Cabaret Voltaire haben inspirieren lassen?“

Na gut, ich mach das mal. Höre Musik, auf die ich von allein nicht gekommen wäre. Und finde die am Ende auch noch gut. An dieser Stelle hat mich Apple Music am Schlawittchen gepackt, da bleib ich erstmal. Kostet ja auch nix. Mal sehen, vielleicht auf Dauer. Vielleicht auch nicht. Vielleicht ist am Ende ein schwarzer Hintergrund in der App doch interessanter.

(Es wäre wohl viel zu einfach gewesen, wenn man Playlisten aus Spotify ganz einfach zu Apple Music hätte exportieren können, oder?)