War was? – 27.07.2015

Ich war in Chemnitz und habe nicht ein Foto gemacht. Das sagt eigentlich schon alles.

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Autobahnfahrten. Schlimm. Für Menschen, die testosterongesteuerte Dienstwagenfahrer und stundenlanges Sitzen nicht ab können: Eine Tortur. Und das #Kind3 erst. Schon nach einer halben Stunde krähend im Kindersitz, will dies und das, will dies und das nicht. Man sollte nur noch nachts fahren. Wenn man dann nicht so müde wär. Im Prinzip hilft nur: Beamen!

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Durch Chemnitz gefahren und einigen Straßenzügen begegnet, die mich stark an alte DDR-Zeiten erinnerten. Leerstand und Renovierungsbedürftigkeit in trauter Nachbarschaft. Kurz gedacht: Man gebe interessierten Flüchtlingen das notwendige Handwerkszeug und ein wenig Unterstützung und schon gewönne man auch mal wieder im Wettbewerb „Schöner unsere Städte und Gemeinden„. Manchmal – das fällt mir dann immer etwas später auf – bin ich ganz schön naiv.

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So ein Baublog ist schon eine nette Einrichtung.

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Kaffee ist Geschmackssache. Natürlich. Es gibt auch Menschen, die aus der Art der Zubereitung eine Art Wissenschaft gemacht haben, ich (noch) nicht. Mir schmeckt Kaffee aus Pad-Maschinen, stinknormalen Kaffeemaschinen, French-Press-Kaffee, Kaffee aus echten italienischen Espressomaschinen, türkischer Kaffee, Kaffee aus Vollautomaten. Wenn man nur auf guten Kaffee verwendet. In der richtigen Menge (viel und stark). Und dabei meine ich nicht, dass es unbedingt fair gehandelter Kaffee aus ökologischen Anbaugebieten glücklicher Kaffeebauern sein muss. Nein, der Kaffee muss einfach nur gut sein. Am Wochenende drehte man mir einen Milchkaffee aus einer Pad-Maschine an, der einzigartig schlecht schmeckte. Wenn man morgens aufsteht und einen Kaffee trinken, der sowohl in Farbe als auch Geschmack an ein Schlammloch erninnert, kann man schon ganz schön schlechte Laune bekommen.

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Ich habe eine riesengroße Spinne erschlagen (mindestens handtellergroß) und lasse mich seitdem Tormund Riesentod nennen.