Wir lesen und lesen und lesen

Wir lesen und lesen und lesen

[…] das, was wir meinen wenn wir „Buch“ sagen, nämlich die Langform eines Textes, das wird bestehen bleiben. Mehr noch: Alles deutet darauf hin, dass die Digitalisierung das Lesen drastisch befördert. 95% des Web sind Text. Wir lesen und lesen und lesen. Und das Kindle ist erst seit 2007 auf dem Markt. Es hat gerade erst angefangen spannend zu werden …

Seit Jahren plagt mich das schlechte Gewissen, weil ich, im Vergleich zu Vordigitalisierungszeiten, weitaus weniger Bücher lese. Das schlechte Gewissen kommt allerdings aus eben dieser vergangenen Zeit, ist ein Überbleibsel des Glaubens, dass Wissen und Erfahrung nur durch viele Blätter zwischen zwei Buchdeckeln verbreitet werden können. Wenn ich mir allerdings den Newsreader meiner Wahl, die vielen Links in den sozialen Netzen und den vollen Speicher noch ungelesener langer Texte so anschaue, sollte sich mein schlechtes Gewissen etwas schämen. Denn es ist immer noch so: Ich lese und lese und lese.