Am Meer

Lag am Meer, mitten im Sand. Vor allem mittags, wenn der Sand sehr heiß wurde. Das war, als hätte mir jemand einen Sack heiße Steine auf den Rücken gepackt. Sehr schön. Danach im Meer kurz abkühlen, wieder hinlegen.

Mit den Jungs zum Kind geworden. Yeah!

Laufen, fast bei Sonnenaufgang. Immer weniger schnaufend neue Kilometerrekorde aufgestellt. Letztes Jahr konnte ich nach 500 Metern Spaziergang kaum noch atmen und wollte sterben. Dieses Jahr sage ich nach sieben Kilometern lockerem Laufen: Darfs ein bisschen mehr sein? Geiles Gefühl, die Depression ärgert sich.

Die Liebe verstehe ich immer noch nicht. Und niemand kann sie mir erklären.

Angefangen, aus welchem idiotischen Grund auch immer, „Grey“ zu lesen. Jemand hat es mir auf den Kindle gepackt. Schrecklich. Handwerklich und inhaltlich. Und ich meine damit nicht, dass ich Dominanz und sadomasochistische Beziehungen ablehne. Aber dieses Buch trieft nur so vor Klischees und schlechter Schreibe, ein Wunder, dass ich es überhaupt bis zur Hälfte geschafft habe. Selten so viel Zeit mit Müll verschwendet. Später wieder zu Bukowski gegriffen und mich sehr erleichtert gefühlt.

Einem Freund über die Schulter geschaut, während er eine Dating-App bediente. Schlimm. Diese Abgründe. Ich würde sterben, in dieser Welt. Natürlich, es ist nicht alles schlecht und für viele bedeuten Parship und Co. sicherlich auch Hoffnung, aber diese Abgründe, die sich beim Betrachten des Tuns der Menschen im virtuellen Weltall auftaten. Nichts für romantiker wie mich. Aber was weiß ich schon von der Liebe.

Ich sollte wieder mehr schreiben. Ist doch egal, wer es liest. Hauptsache, es ist raus aus dem Kopf.