dauerregen

freitag abend hat es übrigens geregnet. kurz habe ich noch draußen gesessen und „game of thrones“ auf dem kindle geschaut, doch dann tröpfelte es ein wenig, bis jemand von ganz weit oben den hahn aufdrehte und der regen strömte.

samstag regnete es. wir haben gerade noch ein wenig im garten herumgetollt, den besuch des sommers genossen, dann zogen wolken auf, diese schwarzen, bedrohlichen, die dich zu erdrücken drohen, und es regnete und donnerte und blitzte, als ginge die welt unter. in einem see aus regenwasser.

sonntag früh regnete es. gerade fuhren wir mit dem auto in richtung hauptbahnhof, als ein wolkenbruch monsunartigen ausmaßes über uns hereinbrach, man konnte kaum aus den fenstern schauen, die welt bestand nur aus wasser und wind und wasser. regenmassen ergossen sich auf das glasdach des hauptbahnhofs, es rauschte, windete, strömte und die menschen schauten ängstlich, als ginge die welt in kürze unter.

seit montag abend regnet es. vor der tür, auf der wiese, auf den straßen riesige pfützen in denen die regentropfen blasen werfen, alles ist nass und wird nass, sobald man das haus verlässt. kein schirm ist groß genug und keine outdoor-kleidung mehr dicht, fußwege und straßen sind überschwemmt, unwetterwarnungen erscheinen stündlich auf smartphonedisplays, heute regen, morgen regen, übermorgen regen. wenn es so weiter geht, werden es keine ausflugsdampfer mehr sein, die an der anlegestelle vor der tür touristen zum sightseeing aufs schiff einladen, es wird noah mit seiner arche sein, der dort anlegt, um jeweils einen unserer art vor dem untergang zu retten.