Multitaskingmüde

Hal Pashler, psychology professor at UC San Diego, points out that not all attempts at multitasking are equally draining. If you’re doing something on autopilot, such as the laundry, then it makes perfect sense to read a book at the same time. But attempting to do two challenging tasks at once will lead to a drain in productivity. “You can’t do two demanding, even simple tasks, in parallel,” he adds.

Neuroscientists say multitasking literally drains the energy reserves of your brain – Quartz

Selbstfahrendes Auto?

Zugegeben, der Autopilot von Tesla ist vielleicht etwas mutig benannt. In Deutschland nennt man so etwas eher “Fahrassistenz-System”. Aber das macht nicht wirklich große Lust darauf – für mich klingt es ein wenig, als müsse man zunächst bei einer Behörde dreizehn Formulare ausfüllen. Amerikaner haben’s nicht so mit den Formularen und wollen lieber Lust auf ihre Produkte machen. Also nennen sie es eben Autopilot. Das Problem könnte dann vielleicht darin liegen, dass der Name manchen Leichtsinnigen suggeriert, das Auto würde die Fahrerei komplett übernehmen. Aber diese haben dann wirklich alle Anweisungen von Tesla missachtet. Und zudem vergessen, dass selbst bei den hochprofessionellen Autopiloten der zivilen Luftfahrt Piloten immer dabei sind.

Teslas Autopilot: Das selbstfahrende Auto ist nicht schuld – Techniktagebuch

Der Tesla-Autopilot ist gar kein Autopilot, sondern eher ein Co-Pilot.

„als wohnte Klaus Augenthaler in seinem Schuh“

Zweitens, Manuel Neuer. Der war der Grund, warum das italienische Pressing, wenn sie es mal aufzogen, ins Leere lief, weil man ihn in jeder Lage anspielen kann, ohne befürchten zu müssen, dass er gleich ein quadratmetergroßes Rasenstück aus dem Boden heraustritt, sondern dass er stattdessen mit einer komatösen Seelenruhe die Bälle weiterverteilt, auf zehn Meter, auf 30 Meter, auf 50 Meter, mit links, mit rechts, völlig gleich, als wohnte Klaus Augenthaler in seinem Schuh.

Sinn und Sinnlichkeit – Zum Blonden Engel

Sätze wie diese sind der Grund, aus dem ich immer noch Blogs lieber lese als alles andere.

Claudia ganz unten

Es ist wichtig, Claudia Pechstein daran zu erinnern: Die in Marzahn geborene Sportlerin hat in ihrem ganzen Leben angefangen von ihrer DDR-Zeit bis heute eine sagenhafte sportliche Förderung erhalten. Sie war umsponnen von einem Netz von Institutionen, Trainern, Sponsoren. Als deutsche Sportlerin hat man ihr sogar noch eine Ausbildung als Bundesgrenzschützerin ermöglicht. Mehr Förderung und Schutz und Rettungsschirm kann man als Sportler in dieser Welt nicht bekommen. Sie hat dafür Spitzenleistungen erbracht.

Ganz unten – Eine Kolumne von Mely Kiyak – Zeit Online

#Link: Sauertopfblick

und schaut mich mit dem patentierten Prenzlauer Berger Sauertopfblick an

Ich hasse Vorurteile. Und liebe es, wenn sie sich trotzdem immer wieder von selbst bestätigen, weil ich dann merke, dass meine kleine und beschränkte Welt noch in Ordnung ist. Irgendwie. Und manchmal frage ich mich, wie wohl die Kinder mal werden, die von ihren um sie herum schwirrenden Eltern vor allem und jedem vermeintlich Bösen beschützt werden. Vielleicht möchte ich das aber auch gar nicht wissen.

Musik hören heute 

Techniktagebuch – Sommer 2015 – Spotify und Persönlichkeitsspaltung

Immerhin ist der Trend zu erkennen, dass nur noch wenige Künstler rein gar ratz-fatz überhaupt nicht auf Spotify sind. Das erschien mir am Anfang sehr bizarr – etwa so, wie man sich totalitäre Staaten vorstellt, wenn jemand, den gestern noch alle kannten und bejubelten, plötzlich von einem Tag auf den andern verschwunden ist und niemand je von ihm gehört hat.

Es wäre doch auch wirklich viel zu einfach, wenn es alles und jeden Künstler bei spotify gäbe. Oder Apple Music. Und wie sie nicht alle heißen. Und manche Künstler wollen auch gar nicht gestreamt werden.

 

Wir lesen und lesen und lesen

Wir lesen und lesen und lesen

[…] das, was wir meinen wenn wir „Buch“ sagen, nämlich die Langform eines Textes, das wird bestehen bleiben. Mehr noch: Alles deutet darauf hin, dass die Digitalisierung das Lesen drastisch befördert. 95% des Web sind Text. Wir lesen und lesen und lesen. Und das Kindle ist erst seit 2007 auf dem Markt. Es hat gerade erst angefangen spannend zu werden …

Seit Jahren plagt mich das schlechte Gewissen, weil ich, im Vergleich zu Vordigitalisierungszeiten, weitaus weniger Bücher lese. Das schlechte Gewissen kommt allerdings aus eben dieser vergangenen Zeit, ist ein Überbleibsel des Glaubens, dass Wissen und Erfahrung nur durch viele Blätter zwischen zwei Buchdeckeln verbreitet werden können. Wenn ich mir allerdings den Newsreader meiner Wahl, die vielen Links in den sozialen Netzen und den vollen Speicher noch ungelesener langer Texte so anschaue, sollte sich mein schlechtes Gewissen etwas schämen. Denn es ist immer noch so: Ich lese und lese und lese.

#Links | 30. Januar 2015

Ja, sieht toll aus. Ein bisschen Realität aus dem Ikea-Katalog. Oder wie meine Eltern sagen würden: Echt ist, wenn man mal raus geht. #scnr

  • „das wird man doch wohl noch abmahnen dürfen?“ – wirres.net

    was ich sagen will: wer sein recht in der öffentlichkeit durchsetzt, kann daran nicht die erwartung von positiver öffentlicher wahrnehmung knüpfen, schon gar nicht, wenn man sich mit einem witzbold (oder mit umweltschützern, bloggern oder querulanten) anlegt. das mit der positiven öffentlichen wahrnehmung kann man allerdings durch geschickte kommunikation hinbekommen — das ist aber (leider) ganz offensichtlich eine grosse schwäche des fotografen, der jan böhmermann von seinem professionellen „rechtsbeistand“ hat abgemahnen lassen, aber auf einen professionellen kommunikationsbeistand verzichtet.

    Da die Geschichte des Urheberrechts offensichtlich eine Geschichte voller Missverständnisse ist, sollten in meiner Idealwelt (und wenn es nicht um rein monetäre Interessen geht – Abmahnwahn, sondern tatsächlich auch um die rechtmäßige Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke) der eine mit dem anderen in irgendeiner nicht bedrohlichen Weise kommunizieren, bevor ein Rechtsbeistand die Bühne betritt und rechtlich richtig abmahnt. Eventuell könnte man so den einen oder anderen vermeidbaren shitstorm vermeiden (und am Ende des Tages vielleicht auch Bier zusammen trinken).

  • My Weather Apps for a Blizzard and Beyond – macdrifter.com

Apps mit Wetter und so.

  • A note about blogging – scripting.com

    Even if no one read my blog, I’d still write it.

    Ja, genau. Hat auch etwas von „Ist mir doch egal, was andere denken.“ und „Fire and forget.“

  • September 1987 – techniktagebuch

    Mit Beginn der siebten Klasse muss ich, wie nahezu jeder DDR-Schüler, einen Tag wöchentlich in der Produktion arbeiten.

    Das Besteste an PA: Man hatte mittags vorgezogenen Schulschluss, holte sich noch eine Maracuja-Brause und hing mit seinen Freunden ab (wobei das vor fast dreißig Jahren natürlich nicht so hieß).

#Links | 16. Januar 2015

yes? no?

  • Kamerafahrt mit einem PKW durch West-Berlin | Mediathek der Stasi-Unterlagen-Behörde

    Mit einer Super-8-Kamera filmten MfS-Mitarbeiter Straßenzüge in Berlin und wichtige Sehenswürdigkeiten. Der Film könnte dazu gedient haben, Agenten vor einem Einsatz in West-Berlin Ortskenntnisse zu vermitteln.

    Man bemerke, wie leer Straßen einst waren.

  • Im Schutz des digitalen Schleiers « www.cole.de

    Digitale Anonymität hat also eine durchaus wichtige Funktion im Zeitalter von Transparenz und Beschleunigung.

    Ja.

    Und überhaupt geht mir dieser Generalverdacht, der eine flächendeckende Vorratsdatenspeicherung nun einmal auch ist, tierisch auf den Keks. Als würde es Menschen davon abhalten, sich beispielsweise auf kleinen Zettelchen zum Terrorismus zu verabreden. Wo ist die Piratenpartei eigentlich, wenn man sie mal wirklich gebraucht hätte?

  • Pegida-Kampfbegriffe: Vokabular wie bei Goebbels – SPIEGEL ONLINE

    Die Rhetorik der Pegida pendelt in einem eklektischen Referenzkosmos hin und her, mal verstaubt und mal bürokratisch kalt

    Sie machen sich die Welt, wiedewie sie ihnen gefällt.

#Links | 09. Januar 2015

  • Schlund | Peter Richter

    Und all diese grimmig blickenden Räuchermännchen, die ihre Fahnen schwingen als wären es Schlagstöcke. Wer kam eigentlich auf die rührende Idee, hier von Ängsten zu reden, die man auch noch ernst zu nehmen habe? Angst ist nun wirklich das einzige, was hier niemand ausstrahlt, sondern höchstens einflößt.

  • Kommentar „Je suis Charlie Hebdo“: Jede Menge falsche Freunde – taz.de

    Darum, Spackos, hört zu: Wagt es nicht, die Toten von Paris zu instrumentalisieren. Denn für euch hätten die Satiriker von Charlie Hebdo zur „Lügenpresse“ gehört. Ihr könntet ahnen, was die für euresgleichen übriggehabt hätten. Was sie für euresgleichen in Frankreich übrighatten. Was die Titanic, der Postillon oder die „heute-show“ für euch übrighaben: nüscht. Absolut nüscht. Außer Kritik, Spott und Verachtung.

    Hört bloß keiner von denen.

  • kiezneurotiker: Charlie Hebdo. Was machen wir denn jetzt?

    Doch Pegida geht inzwischen. Und die Schweigenden wählen still AfD. Da sitzt der Henkel. Und der Lucke. Alte FDP-Rechtsausleger. Manche von uns haben die Leute schon in der Familie. Auch meinen Freundeskreis hat es in Teilen schon erreicht. Manche meiner Fußball-Sommermärchen-WM-Freunde sorgen sich jetzt. Das sind nette Leute, mittlere Angestellte, großzügig, feierfreudig, immer hilfsbereit. Gute Freunde. Nun fürchten sie die Islamisierung und jeder kennt eine Geschichte von einem deutschen Schulhausmeister, der die Turnhalle nicht mehr betreten darf, wenn muslimische Mädchen dort Sport machen, sie führen Ehrenmorde ins Feld, Zwangsheirat, Koranverteiler, Burkazwang, Scharia in der deutschen Rechtsprechung, Halbwissen wird zur Gewissheit in diesen Zeiten und Minderheiten einer in Geiselhaft genommenen Religion werfen einen enorm langen Schatten.

    Das ist das wirklich unangenehme an PEGIDA: Immer häufiger bekommt man von Leuten aus seinem eigenen Dunstkreis, der zwar nicht durchgängig, aber doch im Wesentlichen gerne aufgeklärt und intelligent wirkte, Geschichten aus dem PEGIDA-Umfeld aufgetischt und man bekommt doch ein wenig Schiss, was passiert, wenn diese Stimmen noch lauter werden.

  • Cord Cutter

    Vor vier Wochen habe ich das Antennenkabel meines TV Receiver getrennt, die Verbindung zwischen Receiver und Fernseher gekappt und konsumiere Medieninhalte anders als meine Eltern oder meine Freunde, nämlich dann wann, wie und was ich will. Ich wurde zum Cord Cutter.

    Fremdgesteuertes Fernsehen hält man auch kaum noch aus.

  • Internet-Law » Über Sinn und Unsinn der Migrationsdebatte

    Hans-Werner Sinn fordert eine ideologiefreie und nicht vom Streben nach politischer Korrektheit getriebene Debatte über die Migrationspolitik. Wie glaubwürdig kann eine solche Forderung sein, wenn sie auf einer tendenziösen und in hohem Maße ideologisch geprägten Argumentation fußt?

    Welchen Sinn (sic!) hat die rein ökonomische Betrachtung eines gesellschaftspolitischen Problems noch einmal?