#Links | 16. Januar 2015

yes? no?

  • Kamerafahrt mit einem PKW durch West-Berlin | Mediathek der Stasi-Unterlagen-Behörde

    Mit einer Super-8-Kamera filmten MfS-Mitarbeiter Straßenzüge in Berlin und wichtige Sehenswürdigkeiten. Der Film könnte dazu gedient haben, Agenten vor einem Einsatz in West-Berlin Ortskenntnisse zu vermitteln.

    Man bemerke, wie leer Straßen einst waren.

  • Im Schutz des digitalen Schleiers « www.cole.de

    Digitale Anonymität hat also eine durchaus wichtige Funktion im Zeitalter von Transparenz und Beschleunigung.

    Ja.

    Und überhaupt geht mir dieser Generalverdacht, der eine flächendeckende Vorratsdatenspeicherung nun einmal auch ist, tierisch auf den Keks. Als würde es Menschen davon abhalten, sich beispielsweise auf kleinen Zettelchen zum Terrorismus zu verabreden. Wo ist die Piratenpartei eigentlich, wenn man sie mal wirklich gebraucht hätte?

  • Pegida-Kampfbegriffe: Vokabular wie bei Goebbels – SPIEGEL ONLINE

    Die Rhetorik der Pegida pendelt in einem eklektischen Referenzkosmos hin und her, mal verstaubt und mal bürokratisch kalt

    Sie machen sich die Welt, wiedewie sie ihnen gefällt.

#Links | 09. Januar 2015

  • Schlund | Peter Richter

    Und all diese grimmig blickenden Räuchermännchen, die ihre Fahnen schwingen als wären es Schlagstöcke. Wer kam eigentlich auf die rührende Idee, hier von Ängsten zu reden, die man auch noch ernst zu nehmen habe? Angst ist nun wirklich das einzige, was hier niemand ausstrahlt, sondern höchstens einflößt.

  • Kommentar „Je suis Charlie Hebdo“: Jede Menge falsche Freunde – taz.de

    Darum, Spackos, hört zu: Wagt es nicht, die Toten von Paris zu instrumentalisieren. Denn für euch hätten die Satiriker von Charlie Hebdo zur „Lügenpresse“ gehört. Ihr könntet ahnen, was die für euresgleichen übriggehabt hätten. Was sie für euresgleichen in Frankreich übrighatten. Was die Titanic, der Postillon oder die „heute-show“ für euch übrighaben: nüscht. Absolut nüscht. Außer Kritik, Spott und Verachtung.

    Hört bloß keiner von denen.

  • kiezneurotiker: Charlie Hebdo. Was machen wir denn jetzt?

    Doch Pegida geht inzwischen. Und die Schweigenden wählen still AfD. Da sitzt der Henkel. Und der Lucke. Alte FDP-Rechtsausleger. Manche von uns haben die Leute schon in der Familie. Auch meinen Freundeskreis hat es in Teilen schon erreicht. Manche meiner Fußball-Sommermärchen-WM-Freunde sorgen sich jetzt. Das sind nette Leute, mittlere Angestellte, großzügig, feierfreudig, immer hilfsbereit. Gute Freunde. Nun fürchten sie die Islamisierung und jeder kennt eine Geschichte von einem deutschen Schulhausmeister, der die Turnhalle nicht mehr betreten darf, wenn muslimische Mädchen dort Sport machen, sie führen Ehrenmorde ins Feld, Zwangsheirat, Koranverteiler, Burkazwang, Scharia in der deutschen Rechtsprechung, Halbwissen wird zur Gewissheit in diesen Zeiten und Minderheiten einer in Geiselhaft genommenen Religion werfen einen enorm langen Schatten.

    Das ist das wirklich unangenehme an PEGIDA: Immer häufiger bekommt man von Leuten aus seinem eigenen Dunstkreis, der zwar nicht durchgängig, aber doch im Wesentlichen gerne aufgeklärt und intelligent wirkte, Geschichten aus dem PEGIDA-Umfeld aufgetischt und man bekommt doch ein wenig Schiss, was passiert, wenn diese Stimmen noch lauter werden.

  • Cord Cutter

    Vor vier Wochen habe ich das Antennenkabel meines TV Receiver getrennt, die Verbindung zwischen Receiver und Fernseher gekappt und konsumiere Medieninhalte anders als meine Eltern oder meine Freunde, nämlich dann wann, wie und was ich will. Ich wurde zum Cord Cutter.

    Fremdgesteuertes Fernsehen hält man auch kaum noch aus.

  • Internet-Law » Über Sinn und Unsinn der Migrationsdebatte

    Hans-Werner Sinn fordert eine ideologiefreie und nicht vom Streben nach politischer Korrektheit getriebene Debatte über die Migrationspolitik. Wie glaubwürdig kann eine solche Forderung sein, wenn sie auf einer tendenziösen und in hohem Maße ideologisch geprägten Argumentation fußt?

    Welchen Sinn (sic!) hat die rein ökonomische Betrachtung eines gesellschaftspolitischen Problems noch einmal?

#Links | 17. Dezember 2014

  • The Creator of Bioshock Reveals the Secrets of Storytelling in Gaming—Then Slays Some Orcs — Matter — Medium

    But you can change the narrative in Shadow of Mordor—kill an important character, fail an important mission — and the story heals itself, because the system can create new characters on the fly. It does so without a “game over” screen or a request for the player to try again. Players can choose their own paths, not by selecting from a list of three or four predetermined options, but by making decisions in an endlessly combinatorial gameplay system. It’s chess meets Hamlet.

    Wenn ich Dragon Age: Inquisition Ende 2016 durchgespielt haben werde, ist Shadow of Mordor dran. Hätte ich doch nur anders herum angefangen.

  • Google | Jahresrückblick 2014
  • Hype Machine – Zeitgeist 2014

    We gave our algorithms the holidays off and asked a few people who know great music for album recommendations. Here are their choices for the best album for every moment of the year.

  • Wer Angst sät, will Macht ausüben | blog.tagesschau.de

    Eine geschürte Stimmung des Misstrauens zersetzt den Diskurs. Die Abwendung von anerkannten Strukturen und die zugleich stattfindende aggressive Repolitisierung sind ein gefährlicher Cocktail. Es ist wichtig, dass sich eine Gesellschaft die Wirkung der eigenen Ängste bewusst macht!

    via wirres.net

  • „Pegida“-Demonstrationen: Eine ellenlange Liste seiner Unzufriedenheiten – Reportageseite – Tagesspiegel

    Eine beim Hochschaukeln wichtige Wegmarke in Beckers Leben ist auch die vorletzte Bundestagswahl gewesen. Er hat damals FDP gewählt, wegen der Steuersenkungen, die die Partei versprach. „Tja, verarscht.“ Bei den sächsischen Landtagswahlen in diesem Jahr hielt er sich an die CDU, „beide Kreuze“, sagt er. Aber diese Partei lasse ja nun die ganzen Ausländer rein.

    Eine Arbeiter, der FDP wählt, weil er sich von denen Steuersenkungen erhofft, von denen er am wenigsten profitiert hätte, und der dann CDU wählt, wo doch Die Linke sich als Urtyp der Arbeiterpartei versteht, die aber mit keinem Wort erwähnt wird. Was läuft da eigentlich falsch? Oder besser: Es fasst wohl eher eines der Grundübel, für die Pegida steht, ganz gut zusammen: Politik- und Politikerverdrossenheit. Menschen ohne Gesichter, die irgendwo sitzen und irgendwas beschließen, was einem einzelnen eher weh tut (z. B. Hartz IV), während sie anderen Dinge „schenken“ (dem bösen Asylanten), ohne Aufklärung. Pegida ist für manchen das Ventil, das man brauchte, um den Druck, der sich in den letzten Jahren angestaut hat, los zu werden. Als Spinner sollte man diese Menschen also nicht abtun.

  • „Wetten, dass ..?“: Wie haben wir diese Samstagabende bloß ausgehalten? – Medien – FAZ

    amtliche Unterhaltung

    Mit einem unangenehm peinlichen Abschied, untermalt von Unheilig. Schlimmer geht immer.

  • Markus Lanz interviewt Samuel Koch

    “Wetten, dass…”-Sendung am 13.12.2014. Til Schweiger und Samuel Koch kommen auf die Bühne.

    Kurz davor eingeschaltet, bei dieser Szene kurz vor Schüttelfrost geschüttelt und den Sender gewechselt. Unangenehm, vor allem dieses Vertrautheit simulierende Betatschen von Samuel Koch.

#Links | 12. Dezember 2014

  • Apple’s Ridiculous Censorship of the Nudity in Papers, Please | WIRED

    The award-winning border agent simulator Papers, Please is coming to iOS, but not without a few changes. According to a tweet from creator Lucas Pope, the nudity in the game had to be removed because Apple deemed it “pornographic content.”

    Kurz mal überblicken: Ich entwickle ein Spiel als Gesamtwerk, das ich in der PC-Welt ohne Einschränkungen verteilen kann, möchte dann eine andere weit verbreitete und anerkannte Plattform nutzen und „darf“ das nicht, weil irgendjemand der Meinung ist, das bisschen Nacktheit, das auch zum deprimierenden Spielgefühl gehört, sei Pornographie?

  • Gute und schlechte Folter – Internet-Law

    Was wir hier beobachten können, ist eine komplette Pervertierung des Rechts und aller Grundsätze für die eine freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung steht.

  • Schiedsrichter: Die Akte Zwayer | ZEIT ONLINE

    Doch der eigentliche Anfang der Karriere von Felix Zwayer hat einen Fleck. Es geht um seine Rolle im Hoyzer-Skandal. Und um die Rolle des DFB, der im Mai 2006 ein hartes Urteil gegen Zwayer sprach. Der DFB verheimlichte es. Er deckte damit einen seiner inzwischen erfolgreichsten Schiedsrichter. Und gefährdet Zwayers Integrität und die des Verbands.

#Links | 04. Dezember 2014

  • kiezneurotiker: Zrrrrrrrckblabrmpf!

    Berlin kann nichts, wussten Sie das nicht bereits als Sie hergezogen sind? Berlin kann nichts, das muss man wissen, wenn man hier wohnt. Nur dieses Wissen erzeugt diesen sagenhaften Gleichmut, der verhindert, dass sich der Fahrgastpöbel in blinder Raserei gegenseitig auf die Gleise wirft und die letzten auf den Bahnsteigen verbliebenen Abfertiger an den maroden Signalmasten aufknüpft.

    Und mit diesem Gleichmut erträgt man das an jedem verdammten Morgen in dieser Stadt. Und nicht nur in der S-Bahn. Auch als Fahrradfahrer. Als Autofahrer. Als Fußgänger. Und überhaupt.

  • Internet-Law » Warum funktioniert die parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste nicht?

    Wir haben es insgesamt mit einem politischen System zu tun, das sich mehrheitlich de facto nicht (mehr) vorrangig an den Vorgaben der Verfassung orientiert und an den Interessen der Bürger. Dieses politische System ist deshalb schon gar nicht willens, die Geheimdienste effektiv zu kontrollieren und die Einhaltung der rechtsstaatlichen Vorgaben zu gewährleisten.

    Was wurde eigentlich aus dem guten alten Amtseid? Ein Witz?

  • Manuel Neuer and the evolution of the goalkeeper | FourFourTwo

    If every goalie swept up like Neuer, every manager would play a sweeper-keeper.

    Manuel Neuer ist dafür verantwortlich, dass bereits in der E-Jugend Torwarte nicht nur ihr Tor hüten, sondern gleich die ganze eigene Spielfeldhälfte. So.

  • GTA 5 Wildlife Documentary: Into The Deep | Superlevel

#Links | 28. November 2014

  • Sascha Lobo über Trojaner Regin: Die Snowden-Druckwelle – SPIEGEL ONLINE

    Regin bedeutet daher, dass genau diese radikal selbstgerechten Leute hinter der Totalüberwachung in ihrer gefühlt höchst rechtschaffenen Arbeit behindert werden. Diese Enthüllung und mehr noch die Abwehrprogramme stechen mutmaßlich tief in die technologische Substanz.

    Die Frage wird sein, was am Ende der Kritik heraus kommen wird: Weniger oder mehr Überwachung? Wenn es denn je ein Umdenken in diesen Kreisen geben wird.

  • 30 days of fiction – BLOG — SUSANNAH BRESLIN

    Inspired by a 30-day yoga challenge at my yoga studio, I’m writing 30 flash fictions in 30 days. One a day. 100 words or less. Time limit: 15 minutes.

  • Das novembrigste aller Gefühle – Freitext

    Der Sinn für Melancholie befähigt uns zu etwas, das vielen Menschen verschlossen bleibt: Der Trauer, dem Leiden, dem Verfall einen Genuss abzugewinnen, jenem doch großen Teil des Lebens, den die Einen leugnen, vor dem die Anderen davonlaufen, dem die Dritten vollkommen ausgeliefert sind, all jene, deren Kummer sich nicht weiterentwickelt, der nicht mehr atmet und alsbald versteinert, während die Melancholiker gelernt haben, mit ihm zu tanzen.

    Ja. Ja!

  • Neue Snowden-Dokumente: Vodafone – der lange Arm des Geheimdienstes? | tagesschau.de

    Aber kann man sich als Kunde eines Kommunikationsanbieters wohlfühlen, wenn Dokumente nahelegen, dass ein Teil des Konzerns früher „Abhör-Installationen“ geplant hat? Wenn es nach den Unterlagen gemeinsame Projektgruppen mit dem Geheimdienst gab, offenbar sogar Spione im Unternehmen integriert waren?

    Kann man sich überhaupt wohl fühlen, wenn man modern kommuniziert und nicht den Brieftaubenservice des Nachbarn nutzt, um das Kind zu befragen, wann es sich denn auf den Weg nach Hause macht? Wie viel oder wenig hat man zu verbergen oder nicht zu verbergen? Warum interessieren sich Regierungen für einen so großen Teil der langweiligen Bevölkerung, mit ihren Katzenbildern und Witzvideos im WhatsApp-Gruppenchat? Weil sich dazwischen tonnenweise Terroristen verstecken? Erinnert das Verhalten der Geheimdienste nicht eher an Filesharer, die so viele Daten wie möglich sammeln (Filme, Musik etc.), nur um sie evtl. mal anschauen zu können, wofür sie aber am Ende nie die notwendige Zeit haben?

    Herr Snowden hat mich sehr verwirrt.

#Links | 19. November 2014

  • Im Laufrad | Das Nuf Advanced

    Egal wie gut man plant, egal wie viel Zeitpuffer, irgendwie passiert immer irgendwas, das das ganze Gebilde zum Einsturz bringt. Schneller! Das muss doch effizienter gehen? Hetzen! Kinder anflehen. Schneller. Schneller! Im Kopf schon immer beim nächsten Punkt auf der Agenda. Ich muss doch noch! Hab ich eigentlich schon? Wäre es nicht an der Zeit endlich mal wieder?

    Hetzen bringt nix. Sagt sich aber leichter, als das im Alltag umzusetzen, wenn man das Gefühl hat, ein Tag mit 48 Stunden wäre eindeutig optimaler.

  • How to fold the world record paper airplane – YouTube

    There’s still a $1,000 bounty on using my plane to officially break the world record. Good luck, fans of folded flight.

    (via kottke.org)

  • DFB-Team, FC Bayern und Co. Was ist echt im Fußball?

    Die Fernsehsender zahlen für den Fußball viele Millionen. Kaum jemand in der Fußballbranche muss noch befürchten, dass dort das gemeinsame Produkt allzu kritisch betrachtet oder gar schlechtgeredet wird. Kooperation statt Kontrolle – das ist oft das unausgesprochene mediale Motto, nicht nur in der Berichterstattung des Fernsehens über den Lieblingssport der Deutschen.

    Einige „Traditionalisten“ meinen, Red Bull wäre das große Problem, dabei ist Kommerzialisierung doch ein den gesamten profifußball umfassendes Phänomen.

  • kiezneurotiker: Ach hört doch endlich auf

    Streckt die Waffen. Ihr habt keine Chance. Ihr habt nicht nur verloren, ihr seid gedemütigt. Denn sie ist beliebter als je zuvor. Mit Selfies geht das gut. Und vor allem schnell.

    Niemand hat die Absicht, eine Merkel zu kritisieren. Bringt doch auch nichts, prallt alles an ihr ab. Politik im 21. jahrhundert.

#Links | 14. November 2014

  • Kaiser’s Tengelmann und die Fehler im System | Supermarktblog

    In einer durchschnittlichen Filiale, zum Beispiel in Berlin, ist hinter die Obst- und Gemüse-Abteilung bis zu den Frischetheken ein Irrgarten schulterhoher Kühlinseln gewachsen, die wie abgekoppelte U-Bahnwaggons schräg im Markt stehen und von allen vier Seiten mit Waren vollgestopft sind. Das führt dazu, dass Leute ständig am Suchen sind und frustriert um die Waggons herumlaufen, bis sie endlich finden, was sie suchen – oder aufgeben.

    Kürzlich in einem Kaiser’s gewesen und auch schnell wieder in den nebenan gelegenen Discounter gerannt, nicht weil es beim Kaiser’s nichts gab, ich hab es nur nicht gefunden.

  • Rosetta – an album on Flickr

    Rosetta is en route to Comet 67P/Churyumov-Gerasimenko, where it will make the most detailed study of a comet ever attempted. It will follow the comet on its journey through the inner Solar System, measuring the increase in activity as the icy surface is warmed up by the Sun. The lander will focus on the composition and structure of the comet nucleus material. It will also drill more than 20cm into the subsurface to collect samples for inspection by the lander’s onboard laboratory.

  • This Is Why We Can’t Have Nice Things: One Star Reviews Flood ‚Monument Valley‘ Following Paid Expansion Release | Touch Arcade

    It seems like the hive mind of the App Store is continually pushing developers in to this unrealistic corner of demanding absolutely everything but not being willing to pay anything. The fact of the matter is Monument Valley is an amazing game, made by real artists, working in a real studio, getting paid real salaries, with real families they go home to and support.

    Was nicht anders zu erwarten war: Ein tolles Spiel bekommt eine Erweiterung, die Entwicklungszeit gekostet hat und dementsprechend nicht verschenkt wird, und eine nicht ganz zu überhörende Menge Trolle regt sich darüber auf, denn möglichst alles im Internetz muss umsonst sein, weil die Menschen, die Inhalte produzieren, von Luft und Liebe leben. Yippieh.

  • Der Postillon: Welt.de in Wahrheit Trick, um rechte Arschlöcher von restlichem Internet wegzulocken

    „Ja, es stimmt“, gab ein Sprecher des Axel-Springer-Verlags zu. „Gemeinsam mit anderen Verlegern hat die Axel Springer AG im Jahr 1995 überlegt, wie wir möglichst viele Arschlöcher und Trolle aus den Kommentarspalten anderer Online-Publikationen abziehen und auf einen Punkt konzentrieren können: Das Ergebnis ist Welt Online, wo quasi jeder Spinner in den Kommentaren nahezu ungehindert seinen Rassismus, seine Arroganz und seinen Menschenhass ausleben kann.“

    So etwas in der Art hatte ich schon vermutet.

  • Wolf Biermann im Bundestag: Zentrum für politische Hässlichkeit – taz.de

    Der sich, zweitens, dabei auch noch in eine unappetitliche Siegerpose wirft, wenn er zu den Linken sagt: „Ihr seid dazu verurteilt, das hier zu ertragen. Ich gönne es Euch.“ Womit er in gewisser Weise sogar Recht hat, denn dass in der DDR allerhand schief gelaufen ist, zeigt sich ja nicht zuletzt daran, dass sie Gestalten wie Biermann hervorgebracht hat, die ein Vierteljahrhundert nach Mauerfall immer noch ein solcher zunehmend verbittert wirkender Hass auf die alten Gegner umtreibt. Wobei Biermann putzigerweise direkt im Anschluss singt: „Du, lass dich nicht verbittern, in dieser bitteren Zeit“ und dabei offenbar so gar nichts bemerkt.

    Verbitterung führt bei mir zu Fragwürdigkeit, weil sie eher ein emotionaler Extremzustand ist, der das Denken mit (an dieser Stelle sicherlich nachvollziehbaren) Gefühlen vernebelt, kein Platz für durch Zeit geheilte Wunden lässt. Niemand sagt, dass man Unrecht vergessen soll, die Welt hat sich aber in den vergangenen 25 Jahren weiter gedreht und andere Probleme hervor gebracht, um die man sich unverbittert kümmern sollte.

kiezneurotiker: Dickgebumst auf dem Herrenklo – das zweite Jahr

kiezneurotiker: Dickgebumst auf dem Herrenklo – das zweite Jahr

Kurz bevor er mich in seine Blogroll aufnahm, schrieb mir ein reichweitenstarker Alphablogger eine E-Mail, in der er als direkte Folge der Verlinkung durch ihn eine Trollwanderung ankündigte. Yup, das ist geschehen, wenn auch nicht in dem Umfang wie angekündigt. Ich habe es mir schlimmer vorgestellt. Auf jedem Schulhof einer durchschnittlich verkackten Schule dieser Stadt geht es härter zu. Und wer von Natur aus empfindlich ist, sollte keinen Kommentarbereich in seinem Blog und schon gar keine Kontakt-E-Mail anbieten. Wer empfindlich ist, sollte eigentlich überhaupt nicht im offenen Internet schreiben. Because there will be blood.

Zwei Jahre Kiezneurotiker, u. a. mit einem Best of Hassmails.

 

#Links | 17. Oktober 2014

  • Überwachung: Was macht der BND mit seinen Daten? | ZEIT ONLINE

    Allein dadurch, dass Metadaten strukturiert vorliegen und sich leichter bearbeiten lassen als Kommunikationsinhalte, ergibt sich ein Vorteil. Denn es muss niemand den Zusammenhang verstehen, um daraus Schlüsse ziehen zu können. Metadaten lügen nicht.

    Beunruhigend. Manchmal schaue ich auf mein Smartphone und denke blöderweise: Was sagst du über mich? Für was einen Typen wird mich halten, wenn man diese ganze hinterlassenen Spuren zu einem Bild zusammenfügt? Bin ich das wirklich? Ohne Edward Snowden würde ich mir diese Fragen nicht stellen.

  • Anonymitätsdienste und asoziales Verhalten | Knowledge Brings Fear

    Es gibt viele solcher Situationen, in denen die Möglichkeit, das Internet anonym zu nutzen, essentiell ist, weil es da draußen Feinde gibt, die nicht nach zivilisierten Regeln spielen. Aus der Position eines priviligierten Männchens in Berlin mag das vielleicht schwer vorstellbar sein. Die kurzsichtigen Schlussfolgerungen aus dem eigenen Unwissen und die selbstgewählte Ignoranz gegenüber dem Leid und der Situation Anderer zum Maßstab für die Welt zu machen, ist jedoch dem Grunde nach totalitär.

  • dembowski on Twitter: „Grenzübergang Bornholmer Straße, 2014 http://t.co/I5jNtaaFt8“

  • Novemberregen: Blogging November – 1078

    Anruf in einem 5-Sterne-Hotel.

    Frau Novemberregen hätte gerne einen Gutschein. Und ja, ich finde das sehr unterhaltsam.

  • Norway’s new pixel money – kottke.org
    Das möchte ich auch haben.